Botrytis bei Cannabispflanze










Letzte Aktualisierung: 17.03.2025
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Botrytis, auch Grauschimmel oder Bud Rot genannt, ist einer der häufigsten Gründe, warum sonst gesunde Cannabispflanzen plötzlich kippen und Blüten unbrauchbar werden. Das Frustrierende daran ist, dass Botrytis oft erst auffällt, wenn der Pilz schon im Gewebe sitzt. Gerade dichte, harzige Buds sind ein perfekter Rückzugsort: innen warm, feucht, schlecht belüftet. Genau dort richtet Botrytis den größten Schaden an.
Die gute Nachricht ist: Du kannst das Risiko deutlich senken, wenn Du weißt, worauf Du achten musst.


Botrytis cinerea ist ein Pilz, der viele Kulturpflanzen befallen kann und bei Cannabis vor allem als Grauschimmel in Blüten gefürchtet ist. Der Pilz verbreitet sich über Sporen, die in der Luft unterwegs sind. Das bedeutet praktisch: Botrytis ist fast immer irgendwo in der Umgebung vorhanden, auch wenn Du ihn nicht siehst. Ein Befall entsteht dann, wenn Sporen auf geeignetes Pflanzenmaterial treffen und die Bedingungen stimmen.
Botrytis kann sich an fast allen oberirdischen Pflanzenteilen entwickeln, also an Blättern, Stängeln und Blüten. Besonders kritisch wird es in der Blüte, weil die Knospen so dicht sind, dass Feuchtigkeit im Inneren hängen bleibt. Sobald dort ein feuchter Film entsteht, hat der Pilz eine ideale Startfläche. Und wenn er einmal drin ist, arbeitet er sich oft von innen nach außen vor. Darum wirkt eine Knospe außen manchmal noch okay, während sie innen bereits verfault.
Bei Botrytis zählt Timing, weil die sichtbaren Zeichen meist erst kommen, wenn die Infektion schon läuft. Deshalb lohnt sich eine Routine, bei der Du nicht nur „von außen“ schaust, sondern gezielt nach Frühzeichen suchst.
Typische Anzeichen für Grauschimmel sind:
Ungewöhnliche Verfärbungen an Buds oder Zuckerblättern
Eine Stelle wirkt plötzlich bräunlich, gräulich oder stumpf, während der Rest der Blüte gesund aussieht. Oft ist das nicht gleich ein flauschiger Schimmelbelag, sondern erst eine „tote“ Farbe.
Weiche, schwammige oder bröselige Struktur
Gesunde Buds fühlen sich fest an. Botrytis macht Gewebe weich, später trocken und bröselig. Wenn Du eine verdächtige Stelle leicht zusammendrückst und sie gibt untypisch nach, ist das ein Warnsignal.
Grauer, staubiger Belag oder watteartige Fäden
Das ist das klassische Bild von Grauschimmel. Wenn Du das siehst, ist der Pilz meist schon weiter fortgeschritten und verteilt Sporen.
Muffiger, modriger Geruch
Viele erkennen Botrytis zuerst am Geruch. Wenn eine Blüte nicht nach „Cannabis“, sondern nach feuchtem Keller riecht, ist das kein gutes Zeichen.
Kleine dunkle Punkte oder Läsionen an Stielen und Blütenansätzen
Solche Punkte können frühe Hinweise sein, vor allem an geschwächten oder verletzten Stellen.

Ein wichtiger Praxis-Hinweis: Wenn Du eine Knospe verdächtig findest, schau nicht nur auf die Stelle. Prüfe auch die Buds direkt daneben. Botrytis verbreitet sich nicht „ordentlich“, sondern nutzt jede Gelegenheit, die Luftfeuchte und Nähe hergeben.

Botrytis braucht zwei Dinge: Sporenkontakt und passende Bedingungen. Da Sporen fast immer vorhanden sind, ist die eigentliche Stellschraube fast immer das Umfeld.
Hohe Luftfeuchtigkeit und Kondensation
Das größte Risiko ist nicht nur „viel Feuchte“, sondern Feuchte, die sich als Wasserfilm niederschlägt. Wenn Luft gesättigt ist oder kalte Oberflächen in der Dunkelphase Tau anziehen, entsteht genau dieser Film. Das kann auch passieren, wenn die durchschnittliche Luftfeuchte gar nicht extrem wirkt, aber nachts die Temperatur fällt und sich lokal Kondenswasser bildet.
Stehende Luft im Blätterdach
Selbst wenn Dein Raum grundsätzlich belüftet ist, kann es in dichten Pflanzenzonen still stehen. Genau dort bleibt Feuchtigkeit hängen. Dichte Buds plus wenig Luftbewegung sind die klassische Kombi für Bud Rot.
Verletzungen und Stressstellen
Botrytis befällt gern beschädigtes Gewebe. Das betrifft Schnittstellen nach dem Entfernen von Blättern oder Zweigen, aber auch Risse und Quetschungen, zum Beispiel nach aggressivem Training. Eine Wunde ist nicht automatisch ein Problem, aber sie ist eine Eintrittsstelle, wenn gleichzeitig Feuchte und Sporen zusammenkommen.
Dichte Blütenstruktur und hohe Pflanzendichte
Sehr kompakte Buds halten Feuchtigkeit länger im Inneren. Und wenn Pflanzen eng stehen und sich berühren, steigt die Luftfeuchte lokal, die Luftzirkulation sinkt, und eine Infektion springt leichter über.
Feuchte Witterung draußen
Outdoor ist Botrytis besonders im Spätsommer und Herbst ein Thema, wenn Regen, Tau und kühlere Nächte zusammenkommen. Dann ist die Pflanze oft lange nass, während die Buds immer dichter werden.


Wenn Botrytis sichtbar ist, ist das Ziel nicht mehr „heilen“, sondern stoppen, begrenzen, sauber arbeiten. In dichten Blüten ist eine echte Behandlung meist unrealistisch, weil der Pilz im Inneren sitzt. Deshalb ist schnelles, konsequentes Handeln das A und O.
Befallene Pflanzenteile großzügig entfernen
Schneide befallene Buds und angrenzende Bereiche großzügig heraus. Lieber etwas zu viel als zu knapp, weil das sichtbare Ende nicht das echte Ende sein muss.
Befallenes Material sicher entsorgen
Lass Schimmelreste nicht im Grow-Bereich liegen. Pack sie direkt dicht ein und bring sie aus dem Raum. Je weniger Sporen Du verteilst, desto besser.
Werkzeuge konsequent reinigen
Wenn Du schneidest, desinfiziere die Schere danach. Sonst verteilst Du Sporen mechanisch von Pflanze zu Pflanze.
Klima sofort stabilisieren
Senke die Luftfeuchtigkeit, erhöhe die Luftbewegung im Blätterdach und überprüfe, ob es tote Luftzonen gibt. Botrytis tritt besonders dann auf, wenn die Bedingungen gleich bleiben.
Engmaschig kontrollieren
Nach einem Fund reicht es nicht, einmal zu handeln und fertig. Kontrolliere die umliegenden Blüten regelmäßig, weil neue Stellen oft zeitversetzt sichtbar werden.
Und ganz wichtig: Verschimmeltes Cannabis ist nicht zum Konsum geeignet. Selbst wenn nur ein Teil „sichtbar“ betroffen ist, ist das Risiko durch Sporen und kontaminiertes Material hoch. Hier lohnt sich keine Schönfärberei.
Vorbeugung ist bei Botrytis der eigentliche Schlüssel. Du brauchst dafür keine komplizierte Theorie, sondern eine klare Routine aus Klima, Luft und Hygiene.
In der Blüte willst Du keine dauerhaft hohe Luftfeuchte. Viele Grower peilen in der Blüte eine deutlich niedrigere relative Luftfeuchtigkeit an als in der Wachstumsphase. Entscheidend ist, dass Du Feuchtespitzen erkennst und Kondensation vermeidest. Ein Hygrometer ist dafür kein Luxus, sondern Grundausstattung.
Du brauchst keine starke, sondern gleichmäßige Luftbewegung. Stelle einen Ventilator unterhalb des Blätterdachs, sodass er seitlich an den Stämmen vorbeibläst. So wird feuchte Luft aus dem unteren Bereich nach oben bewegt. Wenn möglich, ergänze einen zweiten Ventilator auf Höhe der Buds, der nicht direkt auf die Blüten, sondern schräg an ihnen vorbei läuft.
Wichtig ist, dass sich Blätter leicht bewegen, aber nichts dauerhaft flattert. Vermeide es, Ventilatoren frontal auf einzelne Buds zu richten. Ziel ist, dass es keine stillen Ecken gibt, besonders zwischen Pflanzen und im Inneren des Blätterdachs. In der Dunkelphase und nach dem Gießen sollte die Umluft immer laufen, weil dann die meiste Feuchtigkeit entsteht.
Wenn Pflanzen sich berühren und Blätterdächer ineinander wachsen, steigen Risiko und Tempo einer Ausbreitung. Ausreichend Abstand hilft, weil Luft besser durchkommt und Feuchtigkeit nicht so lange steht. Eine aufgeräumte Pflanzenstruktur zahlt sich hier doppelt aus.
Übermäßige Nässe im Substrat und hohe Verdunstung treiben die Luftfeuchte. Gieße so, dass das Substrat nicht dauerhaft klatschnass bleibt, und vermeide stehendes Wasser. Draußen gilt zusätzlich: Wenn möglich, sorge dafür, dass Buds nach Regen schneller abtrocknen, etwa durch guten Standort und Luftzug.
Regelmäßiges Reinigen der Grow-Umgebung reduziert Sporenlast und „Altlasten“. Besonders zwischen Durchgängen lohnt sich eine gründliche Reinigung und Desinfektion. Je sauberer der Raum, desto weniger Startvorteil hat der Pilz.
Training und Schnittmaßnahmen sind nicht automatisch schlecht, aber hier ist Timing und Sauberkeit entscheidend. Wenn Du schneidest, dann sauber, nicht unnötig spät in der Blüte, und mit desinfizierten Tools. Je weniger offene Stellen in einer feuchten Phase, desto besser.


Indoor ist Botrytis oft auf das Klima zurückzuführen. Wenn die Luftfeuchte zu hoch ist, die Abluft schwach ist oder Umluft schlecht verteilt ist, kann ein Befall schnell durch einen ganzen Raum gehen, weil die Pflanzendichte hoch ist und Sporen gut zirkulieren.
Outdoor entsteht Botrytis aufgrund des Wetters. Regen, Tau und kühle Nächte können über Tage immer wieder Nässe erzeugen. Dazu kommt, dass Du draußen weniger kontrollieren kannst, wie schnell die Pflanze abtrocknet. Der Vorteil draußen ist dafür oft die bessere Luftbewegung, wenn der Standort stimmt.
Auch nach der Ernte kann Botrytis ein Thema sein, vor allem beim Trocknen und Lagern. Wenn Buds zu feucht aufgehängt werden, wenn Luft im Trockenraum steht oder wenn die Luftfeuchtigkeit im Lager hoch bleibt, kann Schimmel nachträglich entstehen. Darum gehört zur Botrytis-Prävention immer auch ein sauberer Post-Harvest-Prozess: kontrollierte Luftfeuchte, Luftbewegung und regelmäßige Checks, bis alles stabil trocken ist.
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Eric Schumann
Seit 2024 bin ich Head of Marketing der Mary Jane Berlin und begeistere mich leidenschaftlich für die Cannabisbranche. Mein Fokus liegt darauf, innovative Marken, Trends und Community-Entwicklung voranzutreiben. In meinen Beiträgen teile ich Einblicke in die Welt des Cannabis-Marketings, aktuelle Entwicklungen der Branche und spannende Themen rund um die größte Hanfmesse Deutschlands.

Artikel geschrieben von
Eric Schumann
Seit 2024 bin ich Head of Marketing der Mary Jane Berlin und begeistere mich leidenschaftlich für die Cannabisbranche. Mein Fokus liegt darauf, innovative Marken, Trends und Community-Entwicklung voranzutreiben. In meinen Beiträgen teile ich Einblicke in die Welt des Cannabis-Marketings, aktuelle Entwicklungen der Branche und spannende Themen rund um die größte Hanfmesse Deutschlands.
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Die Messe ist nicht nur für Konsumenten gedacht, sondern für jeden, der sich für die vielseitigen Anwendungen von Cannabis interessiert, einschließlich seiner Rolle in Wellness und Medizin. Neben der Entdeckung neuer Produkte gibt es auch Bildungsveranstaltungen, die tiefere Einblicke in die gesundheitlichen, rechtlichen und kulturellen Facetten von Cannabis bieten.
Das Ticket auf dem Handy reicht voll und ganz!
Unser Event findet vom 11. bis zum 14. Juni 2026 auf dem Gelände der Messe Berlin, Hammarskjöldplatz, Eingang Nord, 14055 Berlin, statt.
Donnerstag, 11. Juni 2026: 11:00 - 18:00 Uhr (kein Festival)
Freitag, 12. Juni 2026: 11:00 - 20:00 Uhr (Festival bis 22:00 Uhr)
Samstag, 13. Juni 2026: 11:00 - 20:00 Uhr (Festival bis 22:00 Uhr)
Sonntag, 14. Juni 2026 11:00 - 18:00 Uhr (Festival auch bis 18:00 Uhr)
Die Messe Berlin ist leicht zugänglich per U-Bahn (U2 Theodor-Heuss-Platz oder U2 Kaiserdamm), S-Bahn (S1, S41, S42, S45, S46 Messe Nord/ICC) und Bus (Haltestellen nahe Theodor-Heuss-Platz und am Messegelände/ICC).
Zusätzlich ist der B2B-Tag 2026 exklusiv vergünstigt mit dem
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TBA
Vor dem Eingang Nord der Messe Berlin kannst du kostenlos bei den Parkplätzen P1 und P2 parken. Wir empfehlen jedoch die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da die Parkplätze schnell vergriffen sind.